Mir reichts ...

Vorweg: nicht nur MIR reicht's - UNS reicht's! Natürlich gilt das MIR auch für meine Frau und für viele andere Betroffene. Dennoch spreche ich hier von MIR reicht's, weil ich nur meine Gedanken in Worte fassen kann.

 

Ich habe in den vergangenen zwölf Monaten alles durchgemacht. Höhen, Tiefen - überwiegend waren es definitiv die Tiefen -, extrem unterschiedliche Emotionen von himmelhoch Jauchzend bis zu Tode betrübt. Ja, dieses dämliche Virus geht extrem an die Nerven und ist physisch und psychisch extrem belastend.

Schlechtes Krisenmanagement?

Klar, kann für diesen ganzen Mist keine Bundesregierung etwas. Auch unsere Politiker waren und sind immer noch extrem überfordert mit den Herausforderungen dieses Krisenzustandes. Mittlerweile wurden aber so unendlich viele Fehler begangen, dass dies nicht mehr verzeihbar ist. Ich bin weder ein Corona-Leugner noch ein Querdenker und schon überhaupt kein AFD-Anhänger und auch in keinster Weise "rechts", aber diese Fehlpolitik, die komplette Bereiche unseres Lebens lahmlegt und dabei unendlich viele Existenzen zerstört, muss ein Ende haben. Es ist einfach nur noch traurig mit anzusehen, wie eine Existenz nach der anderen zugrunde geht. Und auch wir stehen vor einem Trümmerhaufen. Auch unsere Existenz steht auf der Kippe. Die Existenz, die schon meine Eltern aufgebaut haben und die wir in den vergangenen gut 20 Jahren ebenfalls weiter aus- und aufgebaut haben. Gerade heute habe ich in unserer Fachpresse gelesen, dass der Online- bzw.- Direktbucheranteil 2020 erstmals deutlich die 50%-Marke geknackt hat. Woran das liegt und ob das "nur" ein Corona-Resultat ist, lässt sich noch nicht abschließend sagen. Fakt ist aber, dass die Innenstädte immer mehr vom Aussterben bedroht sind.

Hilfen und Geisterstädte

Klar, auch wir haben Hilfen bekommen. Aber das einzige, was wirklich gut, reibungslos und schnell lief, waren die Soforthilfen. Bei der Überbrückungshilfe I war das Ganze schon schleppender, bei der Überbrückungshilfe II eine einzige Katastrophe und bei der Überbrückungshilfe III haben wir bislang noch keinerlei Reaktion. Davon einmal abgesehen, dass die Hilfen - zumindest für uns in der Reisebranche - von Hilfe zu Hilfe immer geringer werden. Natürlich möchte ich auch dazu sagen, dass ich es durchaus zu schätzen weiß, dass wir im Vergleich zu vielen anderen Ländern, überhaupt Hilfen erhalten. Die andere Seite ist aber, dass die großen Konzerne wie Lufthansa oder auch TUI gestützt werden und dass von den Maßnahmen der Schließungen der Geschäfte in erster Linie große, internationale Firmen profitieren (die Namen aus den verschiedensten Branchen brauche ich hier nicht zu nennen). Und während die kleinen Einzelhändler wieder ihre Geschäfte schließen müssen, wie jetzt in Bühl und Rastatt und in Kürze wahrscheinlich auch wieder in Baden-Baden, Karlsruhe und vielen anderen Städten, bleiben die großen Supermärkte, große Floristikhändler und Discounter etc. geöffnet und profitieren von der Tatsache, dass die Kunden ja gar keine Alternativen mehr haben. Genau so kann man die Innenstädte zu Geisterstädten machen.

Traurig oder wütend?

Nein, traurig bin ich nicht (mehr). Und wenn überhaupt, dann weil ich mir manchmal vorstelle, wie unsere Welt nach Corona aussieht. Mit deutlich weniger - oder anderer - Kultur, Geschäften, Restaurants etc. Ja, ich habe manchmal Angst davor, dass "danach" nichts mehr so ist, wie es einmal war.

 

In erster Linie bin ich aber wütend! Wütend auf unsere Politiker, die maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass diese Verunsicherung in der Bevölkerung ist. Hier wurde einfach nicht darüber nachgedacht, was man kommuniziert, sondern vielfach unüberlegt in die Kameras und die Mikrofone "gebrabbelt", wie man es von Babys kennt. Die Vielzahl der Virologen, der Medien und des Fernsehens haben ebenso dazu beigetragen, diese Verunsicherung weiter anzuheizen. Bei Markus Lanz geben sich seit gut einem dreiviertel Jahr die Virologen, Gesundheitsexperten und alles was dazu gehört, die Klinke in die Hand. Unterbrochen nur kurz durch die Neuwahlen in den USA. Über Karl Lauterbach kann man denken, was man will, er hat oftmals recht gehabt, aber mit Dauerwarnschleifen macht man sich nun mal keine Freunde. Und die Marionetten des RKI stehen auch nur warnend und mahnend auf der Bühne.

Blick nach vorne

Traumurlaub

Es ist eine verdammt schwierige Zeit - für uns alle! Und den Blick nach vorne zu richten fällt oftmals so unsagbar schwer. Im Moment steigen die Zahlen in Deutschland von Tag zu Tag wieder, eine Stadt nach der anderen muss erneut strengere Maßstäbe anlegen, Italien und auch Österreich gehen erneut in den Lockdown. Auf der anderen Seite bekommen Regionen wie Mallorca die Möglichkeit, über Ostern wieder Urlauber empfangen zu dürfen, was aber gleich darauf vom RKI und einigen Politikern getadelt wird: "Die Aufhebung einer Reisewarnung ist keine Einladung zum Reisen".

 

Prinzipiell sehe ich das genauso. Nur: wir können nicht alle Regionen - egal ob innerhalb Deutschlands, Europas oder der Welt - bis zum Ende der Pandemie in einer Schockstarre geschlossen lassen. Das kostet Existenzen, fördert die Gewalt (leider auch die häusliche, wie jüngste Berichte belegen), bis hin zu Selbsttötungen von zu recht


verzweifelten Menschen, die sich einfach nicht mehr weiterzuhelfen wissen. Arbeitsplatzverlust, Zwangsversteigerung, psychische Leiden und vieles andere mehr. Die Leiden sind so vielfältig, dass es sich nicht mehr aufzählen lässt. Und wenn man richtig hinschaut, stehen diese "Opfer" nachher auch auf der Liste der Corona-Opfer, was sie ja gewissermaßen auch sind.

 

Den Blick nach vorne zu richten, fällt, solange es keine wirklich positiven Aussichten gibt, unglaublich schwer. Und im Moment ist es so, dass das RKI und die Gesundheitsexperten nach wie vor vor allem möglichen warnen, die Impfstoffe nicht nachkommen bzw. es ein Chaos ist, was nun zuverlässig ist und was doch nicht verimpft werden soll. Stand heute würde ich davon ausgehen, dass wir - nur für Deutschland gesprochen - frühestens im Herbst (September/Oktober) eine einigermaßen zufriedenstellende Durchimpfung haben. Andere Länder werden bis dahin längst an uns vorbeigezogen sein und unsere Politiker befinden sich im Wahlkampfmodus ...

Reisefreiheit für Mallorca zu Ostern

Und jetzt? Es besteht zwar die Erlaubnis für Reisen nach Mallorca über Ostern und die Veranstalter tun auch so einiges, um hier den Kunden größtmögliche Sicherheit zu geben (teilweise ist der PCR-Test inklusive, teilweise kostenfreie Stornierung bis 14 Tage vor Reisebeginn etc.), aber dennoch hält sich die Unsicherheit bei vielen Verbrauchern. Schließlich ist auch auf Mallorca immer noch keine Normalität eingekehrt, sondern es gibt nach wie vor Ausgangsbeschränkungen und vieles andere mehr. So hatten wir erst kürzlich eine Buchung nach Mallorca, die dann kurzfristig wieder storniert wurde. Und genau in diesen Fällen verdienen wir keinen Cent. "Außer Spesen nichts gewesen", kann man da so schön sagen. Für diese "Fälle" von kostenfreien Stornierungen, die durch den Kunden zu vertreten sind, haben wir eine Bearbeitungsgebühr von 50 € eingeführt. Diese helfen uns zwar auch nicht, zu überleben, aber zumindest, eine kleine Entschädigung für entstandene Aufwendungen zu erhalten.

 

Leider kann ich im Moment bei Nachfragen unserer Freunde, Bekannte und Kunden, ob es mir gut geht, nicht mehr "Ja" sagen. "Nein", es geht mir nicht mehr gut! Nach über einem Jahr Corona, Existenzängsten, unendlich viele Abwicklungen von Stornierungen etc. und bis heute keinerlei positive Perspektive ...

 

Und dennoch möchte/muss ich positiv in die nähere Zukunft schauen, denn es gibt so viele wundervolle Dinge in dieser wunderbaren Welt zu entdecken und genau deshalb habe ich heute einmal eine ungewöhnliche Corona-angepasste Zusammenstellung an Reiseideen für Sie erstellt. Ein Querschnitt aus ungewöhnlichen Reisen, bei denen man auch in Corona-Zeiten sicher sein kann.

Und nachfolgend habe ich für alle Interessierten ein kurzes Video eingefügt, das die wunderbare Welt des Reisens - auch in Corona-Zeiten - nicht besser beschreiben könnte.

 

Viel Spaß beim Anschauen!

 

Herzlichst

 

Ihr Werner Lukaszewicz



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